# Mögliche Klausurfragen – Psychologie 8.1

## Vorlesung 1: Einführung

### Frage 1: Definieren Sie Psychologie und erklären Sie die zentralen Gegenstandsbereiche!
**Antwortskizze:**
- Psychologie = Wissenschaft vom Verhalten und mentalen Prozessen.
- Verhalten = beobachtbares Tun.
- Mentale Prozesse = Denken, Fühlen, Wahrnehmen, Motivation.
- Arbeitet empirisch: Beobachtung, Experimente, Befragungen, Statistik.

### Frage 2: Erläutern Sie den Unterschied zwischen Behaviorismus und kognitiver Psychologie!
**Antwortskizze:**
- Behaviorismus: nur beobachtbares Verhalten; Lernen durch Reize und Konsequenzen; Watson, Skinner.
- Kognitive Psychologie: innere Prozesse wie Denken, Gedächtnis, Wahrnehmung; Informationsverarbeitung.
- Kognitive Wende überwand den rein behavioristischen Blick.

### Frage 3: Was ist der biopsychosoziale Ansatz?
**Antwortskizze:**
- Verhalten entsteht durch Zusammenspiel von:
  1. Biologisch: Gene, Gehirn, Evolution
  2. Psychologisch: Denken, Lernen, Emotionen
  3. Sozial/kulturell: Familie, Gesellschaft, Kultur
- Ganzheitliches Verständnis menschlichen Verhaltens.

### Frage 4: Was unterscheidet Verhalten und Erleben?
**Antwortskizze:**
- Verhalten = äußerlich, objektivierbar.
- Erleben = innere Vorgänge, Gefühle, Gedanken.
- Psychologie erforscht beides.

### Frage 5: Welche Bedeutung hat die humanistische Psychologie für die Soziale Arbeit?
**Antwortskizze:**
- Carl Rogers: klientenzentrierte Gesprächsführung.
- Wertschätzung, Empathie, Akzeptanz.
- Basis für Beratung und Hilfebeziehung in der Sozialen Arbeit.

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## Vorlesung 2: Lernen

### Frage 6: Erklären Sie klassische und operante Konditionierung mit je einem Beispiel!
**Antwortskizze:**
- Klassisch: Assoziation neutraler Reiz + unbedingter Reiz. Beispiel Pawlow: Glockenton + Futter → Speichel.
- Operant: Verhalten durch Konsequenzen geformt. Verstärkung = Häufigkeit steigt; Bestrafung = Häufigkeit sinkt.

### Frage 7: Was ist soziales Lernen / Lernen am Modell?
**Antwortskizze:**
- Nach Bandura: Lernen durch Beobachtung und Nachahmung.
- Vorbilder, Imitation, Modelllernen.
- Wichtig in der Sozialisation.

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## Vorlesung 3: Entwicklungspsychologie

### Frage 8: Was versteht man unter Entwicklungspsychologie?
**Antwortskizze:**
- Veränderungen im Verhalten, Denken und Erleben über die Lebensspanne.
- Reifung (anlagebedingt) und Lernen (umweltbedingt) spielen zusammen.

### Frage 9: Nennen Sie wichtige Entwicklungsaufgaben in Kindheit, Jugend und Alter!
**Antwortskizze:**
- Kindheit: Bindung, Sprache, Sozialisation.
- Jugend: Identitätsfindung, Autonomie.
- Erwachsenenalter: Arbeit, Partnerschaft, Familie.
- Alter: Rückblick, Bewältigung von Verlusten, Integrität.

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## Vorlesung 4: Bindung

### Frage 10: Erklären Sie die Bindungstheorie nach Bowlby und Ainsworth!
**Antwortskizze:**
- Bowlby: Bindung als evolutionär bedeutsames Verhaltenssystem.
- Ainsworth: Strange Situation, vier Bindungsmuster:
  1. Sicher
  2. Unsicher-vermeidend
  3. Unsicher-ambivalent
  4. Desorganisiert

### Frage 11: Was ist das innere Arbeitsmodell?
**Antwortskizze:**
- Mentale Repräsentation früher Bindungserfahrungen.
- Beeinflusst Erwartungen und Verhalten in späteren Beziehungen.

### Frage 12: Warum ist Bindung für die Soziale Arbeit wichtig?
**Antwortskizze:**
- Verständnis von Beziehungsmustern.
- Grundlage für Hilfeplanung.
- Bindungsstörungen können Ursache späterer Probleme sein.

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## Vorlesung 5: Emotionen

### Frage 13: Was sind Emotionen und welche Funktionen erfüllen sie?
**Antwortskizze:**
- Komplexe Zustände aus Körperreaktion, Gefühl, Bewertung, Ausdruck.
- Funktionen: Anpassung, Kommunikation, Motivation, soziale Bindung.

### Frage 14: Erklären Sie die James-Lange-, Cannon-Bard- und Zwei-Faktoren-Theorie!
**Antwortskizze:**
- James-Lange: Körperreaktion → Emotion.
- Cannon-Bard: Emotion und Körperreaktion gleichzeitig.
- Schachter-Singer: Erregung + kognitive Bewertung → Emotion.

### Frage 15: Was ist Emotionsregulation und warum ist sie wichtig?
**Antwortskizze:**
- Steuerung von Art, Intensität und Ausdruck von Emotionen.
- Wichtig für psychische Gesundheit und soziale Interaktion.

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## Vorlesung 6: Motivation und Bedürfnis

### Frage 16: Was ist der Unterschied zwischen Bedürfnis, Trieb und Motivation?
**Antwortskizze:**
- Bedürfnis = Mangelzustand.
- Trieb = angeborener biologischer Antrieb.
- Motivation = innerer Zustand, der Verhalten aktiviert, lenkt und aufrechterhält.

### Frage 17: Erklären Sie Maslows Bedürfnishierarchie!
**Antwortskizze:**
- Pyramide von unten nach oben:
  1. Physiologische Bedürfnisse
  2. Sicherheit
  3. Soziale Bedürfnisse
  4. Anerkennung
  5. Selbstverwirklichung
- Untere Bedürfnisse müssen weitgehend befriedigt sein, damit höhere wirksam werden.

### Frage 18: Was unterscheidet intrinsische von extrinsischer Motivation?
**Antwortskizze:**
- Intrinsisch: aus eigenem Interesse, Freude, Sinn.
- Extrinsisch: durch äußere Belohnung/Bestrafung.

### Frage 19: Was besagt die Selbstbestimmungstheorie?
**Antwortskizze:**
- Drei Grundbedürfnisse: Autonomie, Kompetenz, soziale Eingebundenheit.
- Wenn diese erfüllt sind, ist Motivation besonders stark und gesund.

### Frage 20: Welche Bedeutung hat Motivation für die Soziale Arbeit?
**Antwortskizze:**
- Verstehen von Handlungsbereitschaft.
- Klient:innen bei Zielerreichung aktivieren.
- Ressourcenorientierte Intervention.
